Ternitz, 7. März – Der Infoabend zur Erneuerbaren Energiegemeinschaft Ternitz, der am vergangenen Freitag im Herrenhaus Ternitz stattfand, fand reges Interesse. Über 80 TeilnehmerInnen kamen, um sich über die Möglichkeiten und den Aufbau von Erneuerbaren Energiegemeinschaften (EEGs) zu informieren. Eine EEG ist eine rechtlich anerkannte Gemeinschaft, in der Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Kommunen gemeinsam erneuerbare Energien erzeugen, nutzen und speichern können. Das Ziel ist, eine nachhaltige und unabhängige Energieversorgung auf regionaler Ebene zu schaffen.
Anna Göbner von der Energie Zukunft Niederösterreich (EZN) erklärte anschaulich, wie EEGs funktionieren und was es für deren Betrieb braucht – von der Gründung eines Vereins bis hin zu den praktischen Aspekten der Energiewende. Ein wesentlicher Punkt der Diskussion war die Vereinsgründung als Grundlage für den Betrieb der Gemeinschaft.
Umwelt-Stadträtin Daniela Mohr freute sich besonders über den Fortschritt: „Ich freue mich, dass wir bereits alle Positionen für den Vereinsvorstand besetzen konnten. Nun stehen wir kurz davor, die nächsten Schritte für die Gründung der Energiegemeinschaft Ternitz (EEG-Ternitz) zu planen. Geplant sind zwei regionale Energiegemeinschaften – eine für das Umspannwerk Ternitz und eine für das Umspannwerk Schöller.“
Finanzstadtrat KommR Vize-Bgm. Peter Spicker unterstrich die Unterstützung der Stadtgemeinde Ternitz und stellte einen Anreiz zur Gründung der EEG in Aussicht. „Wir werden die Gründungskosten sowie die laufenden Kosten im ersten Jahr fördern, um diesen wichtigen Schritt zur Energiewende in Ternitz anzuschieben“, sagte Spicker.
Modellregionsmanagerin Katharina Fuchs betonte, dass jede Ternitzerin und jeder Ternitzer Teil der EEG werden könne, auch diejenigen, die keine eigene Photovoltaikanlage besitzen. „Für eine erfolgreiche Energiegemeinschaft brauchen wir auch genügend Endverbraucher, die aktiv Teil der Lösung werden“, so Fuchs.
Die Resonanz aus der Bevölkerung zeigt deutlich das Interesse und die Unterstützung für das Projekt, das einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energiewende leisten soll. Alle Interessierte können sich weiterhin über das Projekt informieren und Kontakt zur Modellregion Schwarzatal aufnehmen: office@kem-schwarzatal.at.
Foto (von links nach rechts): Katharina Fuchs, Peter Spicker, Daniela Mohr, Anna Göbner